{"id":221,"date":"2024-09-24T14:17:31","date_gmt":"2024-09-24T14:17:31","guid":{"rendered":"https:\/\/variowoche.margadant.net\/?p=221"},"modified":"2024-09-26T11:24:48","modified_gmt":"2024-09-26T11:24:48","slug":"kriegstrauma-und-psychische-probleme-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/variowoche.margadant.net\/?p=221","title":{"rendered":"Serious Games Teil 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"221\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">0    <\/span>\r\n<\/div><\/div>\n<p>Ich habe heute also weiter &#171;This War of Mine&#187; gespielt und neue Erfahrungen gesammelt, von denen ich nun berichten werde. Wie ich gestern schon gesagt habe, hatte ich nur noch einen Charakter, weswegen ich hoffte, dass jemand an meiner T\u00fcr klopft um meiner Gruppe beizutreten. Doch als dies nach einer Weile nicht geschah und mein Charakter schon kurz vor dem Sterben war, gab ich auf und startete eine neue Welt, bei der auch einer, der drei Startcharaktere, durch einen anderen ersetzt wurde. Grunds\u00e4tzlich begann ich das Spiel genau gleich. Der Unterschied war jedoch, dass ich nun ein grosses Vorwissen hatte und wusste welche Gegenst\u00e4nde ich eher gebrauchen kann und welche nicht. Mit der Zeit schuf ich dann auch einen neuen Plan der folgendermassen ging: Ich pl\u00fcndere nur diese H\u00e4user, bei denen anzunehmen ist, dass dort niemand oder nur das Milit\u00e4r drin ist. Dies tat ich deswegen, weil meine Charaktere sonst ein schlechtes Gewissen und Depressionen bekommen, weil sie unschuldigen Leuten ihre Lebensmittel und Materialen stehlen. Meine neue Taktik erwies sich anfangs noch als recht gut, da man, gegen meine Erwartung, dem Milit\u00e4r mit ein wenig Geschick viele brauchbare Dinge abluchsen kann. Ausserdem kam alle 2-3 Tage ein H\u00e4ndler zu mir, mit dem ich oft handeln konnte und mir dabei viele Lebensmittel ergatterte. Wegen meines Vorwissens verstand ich auch, was ich anfangs nicht benutzen kann, aber viel Wert ist sowie was ich neben Lebensmitteln noch so brauchen kann, wie zum Beispiel Metall, da ich mit diesem einen Regenauffangbeh\u00e4lter samt Filter herstellen kann. Doch je l\u00e4nger ich spielte, desto seltener kam der H\u00e4ndler, was bedeutete, dass ich wieder mehr pl\u00fcndern muss, was nat\u00fcrlich mit mehr Risiko verbunden ist. Ausserdem suchte immer noch niemand bei meiner Truppe einen Unterschlupf, was ich gerne anders gehabt h\u00e4tte. Kurze Zeit nachdem ich wieder intensiver andere Menschen beklaute, starb dann auch ein Charakter, w\u00e4hrend er versuchte das Milit\u00e4r auszurauben, was diesmal nicht gelang. Dies hatte dann auch zur Folge, dass es meinen anderen beiden Charakteren immer schlechter ging. Zuerst konnte ich sie noch miteinander reden lassen, was sie aufmunterte, doch als sie dann auch wieder ein Dieb sein mussten, ging es ihnen so schlecht, dass sie am Boden zerst\u00f6rt waren. Das hiess f\u00fcr mich dann auch, dass ich sie nicht mehr steuern kann und sie tun und lassen was sie wollen. Das D\u00fcmmste an der ganzen Sache war, dass genau zu diesem Zeitpunkt, als es ihnen so schlecht ging, endlich jemand bei ihnen einen Platz zum Wohnen wollte. Ich h\u00e4tte diesem jemand auch wirklich gerne geholfen, doch wenn sich die Charaktere nicht steuern lassen, l\u00e4sst sich auch die T\u00fcre nicht \u00f6ffnen. Mein Charaktere lagen also einfach in ihren Betten und taten gar nichts. Nach einer gewissen Zeit rannte dann ein Charakter weg und der andere starb an Verletzungen, wobei sie beide vermutlich eh bald verhungert w\u00e4ren. Ich startete also wieder eine neue Welt und der ganze Spass ging von vorne los. Dieses Mal wollte ich gar kein Risiko eingehen und ging mit meinen Charakteren dort hin wo niemand war, oder wo ich dies zumindest vermutete. An meine Lebensmittel gelang ich, indem ich dem H\u00e4ndler sein ganzes Gem\u00fcse nahm und ihm im Gegenzug wertvolle Dinge gab, die ich in einem dieser verlassenen H\u00e4user gefunden habe und nicht brauche. Es kam dann sogar noch besser: Als ich ein leergedachtes Haus durchsuchte, stand auf einmal ein Soldat vor mir der eine Frau bedrohte. (Das war noch nicht der gute Teil.) Doch als er mir sah, war er abgelenkt und die Frau konnte fliehen. Ich konnte mich zum Gl\u00fcck im letzten Moment noch wegrennen und mich dann in einer Art von Schrank verstecken, sodass mich der Soldat nicht sieht. Diese Aktion wirkte sich sehr gut auf meine Charaktere aus und sie waren zum ersten Mal zufrieden mit der Situation. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1200\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1200;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/variowoche.margadant.net\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/This-War-Of-Mine-2024-09-24-13-42-51.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich habe also gemerkt, dass die Psyche der Personen eins der wichtigsten Dinge in so einer Kriegssituation ist. Ausserdem habe ich im Verlaufe des Spiels gelernt, wie wichtig Medikamente und Bandagen in so einer Kriegssituation sind. Denn ohne Medikamente, kann man harmlose Infektionen nicht heilen und dasselbe gilt f\u00fcr die Versorgung kleiner Wunden mit Bandagen. Als ich mit dem H\u00e4ndler handelte merkte ich auch, dass Medikamente viel teurer als Lebensmittel sind, was vermutlich daran liegt, dass es schwierig bis unm\u00f6glich ist Medikamente in einem Garten anzupflanzen. Insgesamt denke ich auch, dass man in einem Spiel, wie diesem, die Situation der Charaktere vermutlich besser nachempfinden kann, da man hier, nicht so wie in einem Film, alle Entscheidungen selber treffen muss. Ausserdem gef\u00e4llt mir an &#171;This War of Mine&#187;, dass es meistens besser herauskommt wenn man menschlichere Entscheidungen trifft und sich gegenseitig hilft anstatt alles alleine zu machen. Trotz allem denke ich nicht, dass man einen Tag vor der Geschichtspr\u00fcfung, f\u00fcr die man noch nichts gelernt hat, ein bisschen &#171;This War of Mine&#187; spielen soll, da es im Spiel nicht speziell um die Situation im damaligem Jugoslawien geht. Dies finde ich allerdings auch nicht schlimm und denke, wie auch schon erw\u00e4hnt, dass man mit solchen Spielen besser sieht wie es den Menschen geht, wenn ihr ganzes Land bombardiert wird und man um das \u00dcberleben k\u00e4mpfen muss.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/variowoche.margadant.net\/?p=273\">Hier<\/a> geht es zum letzten Teil.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>0 Ich habe heute also weiter &#171;This War of Mine&#187; gespielt und neue Erfahrungen gesammelt, von denen ich nun berichten werde. Wie ich gestern schon gesagt habe, hatte ich nur noch einen Charakter, weswegen ich hoffte, dass jemand an meiner T\u00fcr klopft um meiner Gruppe beizutreten. 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