Serious Games Teil 1

September 23, 2024
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In diesem Blog geht es um die Psyche normaler Zivilisten während eines Krieges, in meinem Fall ist dies der jugoslawische Bürgerkrieg. Ich werde diese anhand des Spiels «This War of Mine» analysieren und von meinen Erfahrungen berichten. Es soll hier aber auch um meine allgemeine Meinung zum Spiel gehen und ob man vielleicht sogar etwas (für die Schule) lernen kann:

Bevor ich das Spiel startet frischte ich mein Grundwissen zum jugoslawischen Bürgerkrieg und zur Belagerung von Sarajevo etwas auf, sodass ich wenigstens eine kleine Ahnung habe, was mich erwarten könnte. Trotzdem hatte ich ,als ich heute das erste Mal «The War of Mine» gestartet habe, praktisch keinen Plan was jetzt genau auf mich zukommt. Man startet im Spiel mit einem Haus und drei Charakteren, denen man Aufgaben zuordnen kann. Zu aller erst lootete ich ein wenig das Haus und stiess auf wichtige Baumaterialen, aber auch auf Essen. Auch wenn es keine genaue Erklärung gibt, merkt man, meiner Meinung nach, schnell was man tun sollte. Einerseits weil man mit logischem Denken arbeiten kann, andererseits weil einem die Charaktere kleine Hinweise geben, wie zum Beispiel, dass sie doch gerne ein Bett hätten, woraus man schliessen kann, dass man ein Bett herstellen soll. Auch bei der Steuerung des Spiels sollte man keine Probleme haben, da diese nur aus Klicken der linken und rechten Maustaste besteht. Wenn die Nacht eintritt, kann man seine Charaktere zu Bett schicken, sie als Wachen postieren oder auch andere Häuser ausrauben, um an mehr Baumaterialen und Essen zu kommen, was sehr wichtig ist, weil man sonst keine Tools bauen oder kann oder verhungert. Auf den ersten Blick ist das Ausrauben ja eine gute Wahl, da man so schnell an Materialen kommen kann. Doch es kann auch zu vielen Problemen führen, da man entweder getötet werden kann, was heisst, dass man einen Charakter weniger hat, oder, dass es den Charakteren psychisch schlecht geht. Dies kann zum Beispiel passieren weil sie einem älteren Ehepaar ihre letzten Dinge klauen oder weil sie von einem Krankenhaus wichtige Medikamente, die eigentlich für dortige Patienten wären, mitgehen lassen. Diesen Aspekt find ich sehr spannend und gut gemacht, da es in vielen anderen Spielen oft nur um sich selber geht und man gar nicht an andere Leute denkt. Ausserdem sieht man in diesem Spiel sehr gut, wie es den Charakteren geht, was man sonst gar nicht oder nur schwer verstehen kann. Ich hatte diese psychischen Probleme meiner Charaktere nach etwa einer Woche im Spiel und habe mich dann gefragt, was man dagegen tun kann. Nach einer kurzen Bedenkzeit kam ich dann zum Schluss, dass ich zwar weiter andere Personen ausraube, jedoch in einem akzeptablen Mass, sodass es meinen Charakteren psychisch noch «ganz gut» geht. Dies stellte sich dann auch als gute Lösung dar, da sie nun etwas zum Essen hatten, aber auch den anderen noch etwas lassen. Etwa alle 3 Tage kam auch ein Händler, der halbwegs faire Preise für seine Waren hat, an die Haustür, mit dem man auch fast alles mögliche Handeln kann. Ich nutze dies um an Lebensmittel zu gelangen, da diese sehr knapp waren, und gab dem Händler dann Dinge mit denen ich nichts anfangen konnte. In der zehnten Nacht verlor ich dann auch meinen ersten Charakter, da ich von beim Einbrechen von den Bewohnern des Hauses erwischt wurde und diese offensichtlich keine Freude an meiner Anwesenheit hatten. Doch am nächsten Tag hatte ich auch schon wieder jemanden an der Tür, der ab dann zu meiner Truppe gehörte. Ich merkte dann aber, dass es den Charakteren sehr schlecht ging, da diese um ihren verstorbenen Freund trauerten und auch nicht mehr mit dem Krieg klarkamen. Ich konnte dagegen auch nichts tun, da ich bis jetzt noch keine Gegenstände gefunden habe, die die Laune verbesserte könnten.

Unten habe ich noch ein kurzen Videoausschnitt, bei dem man sieht wie sich die Personen unterhalten, da es ihnen psychisch schlecht geht, und wie man nachts einen Ort plündern kann:

Ich merkte mit der Zeit auch, dass man jede Nacht Lebensmittel klauen muss, da die Charaktere sonst schnell hungern. Ausserdem wurden zum Teil auch, wie man oben sehen kann, Orte gesperrt, weil dort gerade gekriegt wurde. Es standen also immer weniger Orte zur Verfügung, bei denen ich Essen rauben kann, bis ich dann fast nur noch Orte übrig hatte, bei denen Gefahr herrscht. Dies geschah obwohl man fast jede Nacht ein bis zwei neue Orte freischaltet, da diese halt einfach immer gefährlicher wurden. So verlor auch dann zuerst einen und schliesslich auch noch einen zweiten Charakter, sodass ich nur noch jemanden hatte. Damit habe ich jetzt auch das Problem, dass wenn ich woanders ein Gebäude ausraube, habe ich niemanden, der mein Haus beschützen kann. Doch da ich fast keine Lebensmittel mehr hatte, war ich fast schon gezwungen mein Haus in der Nacht zu verlassen. Ich konnte zwar bis zum aktuellen Stand noch überleben, doch ich weiss nicht mehr wie lange, dass noch gut geht, weswegen ich sehr fest hoffe, dass bald ein neuer Charakter an meiner Türe klopft. Doch ob dies Geschehen wird sehe ich dann erst morgen.

Hier geht es zum zweiten Teil.

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