Serious Games Teil 3

September 25, 2024
1

Am heutigen Tag habe ich nicht mehr «This War of Mine» gespielt, was daran liegt, dass ich vermutlich fast nichts neues herausgefunden hätte, weswegen ich mich dann für «Papers, Please» entschieden habe. Bei diesem Spiel spielt man einen Grenzkontrolleur, der sich aber auch um seine Familie kümmern muss, was der Knackpunkt vom ganzen Spiel ist. Ausserdem kommen immer wieder Personen an die Grenze, die einem förmlich anflehen, um in das andere Land zu kommen, weil sie sonst sterben würden. In solchen Situationen muss man sich dann gut überlegen, was man mit dieser Person macht, da es dem Computer sofort auffällt, wenn eine Person nicht die Grenze passieren dürfte. Und genau deswegen habe ich mich für «Papers, Please» entschieden, da es auch bei «This War of Mine» oft darum ging sich zu überlegen, wie menschlich man nun handeln soll. Der grosse Unterschied der beiden Spiele besteht, wie ich nach einigen Minuten «Papers, Please» feststellen konnte, darin, dass man in «This War of Mine» sehr menschlich und natürlich handeln soll, wobei man sich bei «Papers, Please» gerade andersherum entscheiden sollte. Als ich dann das Spiel eine Weile gespielt habe, war dann aber eher ich derjenige, welcher langsam einen psychischen Schaden erleidet. Dies lag an drei Gründen: Einerseits weil es zum Teil wirklich schwierig war sich zu entscheiden. Andererseits, weil man im Spiel eigentlich immer etwa dasselbe durchführt (Zeitung lesen, neue Anforderungen anschauen, Personen kontrollieren, sich um seine Ausgaben kümmern), was dann irgendwann zu einer Langeweile führt und aber auch, dass das Spiel immer schwerer wird und man somit mehr Fehler macht, wobei ich mich persönlich recht oft darüber aufgeregt habe. Grundsätzlich würde ich sagen, dass «Papers, Please» auch ein eher einfacher gehaltenes Spiel ist, was unteranderem auch an der Pixelanzahl des Spiels liegt.

/

Das obige Video ist ein Ausschnitt von «Papers, Please», bei dem ich wie so oft etwas vergessen habe zu kontrollieren…
Manchen gibt die Grafik vielleicht auch ein bisschen nostalgische Vibes, was bei mir aber nicht der Fall war. Ich würde auch sagen, dass mir das Spiel vom Spielfaktor her nicht so viel Spass gemacht hat wie «This War of Mine», was daran liegt, dass «Papers, Please» ein realitätsnäheres Spiel ist (für mich als Schweizer) und die Arbeit an sich für mich eher langweilig ist. Ich würde trotzdem sagen, dass man mit beiden Spielen lernen kann, wie Menschen denken. Bei «This War of Mine» sieht man eher wie andere Personen denken und dass diese auch nicht alle gleich denken, wobei man bei «Papers, Please» eher sieht wie man selber denkt, da dort gar nichts passiert, wenn man komplett unmenschlich denkt. Ich denke auch, dass man mithilfe dieser beiden Spiele seine eigene Denkweise mit anderen Denkweisen vergleichen kann und auch sieht, dass nicht jeder Mensch gleich denkt. Hinzu kommt, dass man bei «Papers, Please» auch noch lernt sehr genau zu arbeiten, da etwas auf den ersten Blick richtig aussieht, einem bei genauerem Betrachten aber auffällt, dass es doch einen kleinen versteckten Fehler gibt. So eine Art von Lerneffekt konnte ich bei «This War of Mine» nicht feststellen. Eine noch lustige Gemeinsamkeit, die die beiden Spiele haben ist, dass man im Spiel viel weiter kommt, wenn man seinen Charakteren nur jeden 2 Tag etwas zu Essen gibt, da es den Charakteren so nicht schadet, aber der Ingame-Währung gut tut. Dies sollte man aber nicht im echten Leben so machen, da es dort definitiv nicht gut kommen würde..

One thought on “Serious Games Teil 3”

  • http://Stefan%20Ibold

    «Als ich dann das Spiel eine Weile gespielt habe, war dann aber eher ich derjenige, welcher langsam einen psychischen Schaden erleidet.»
    Super Satz 😂!

Schreibe einen Kommentar zu Stefan Ibold Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert